ARTS
of ITALY

DAS PROJEKT

Das Projekt OVS Arts of Italy geht in die zweite Runde. Nach dem Erfolg der ersten Aktion im vergangenen Jahr setzt OVS den Dialog zwischen Mode und Kunst fort, um die Kunstschätze Italiens zu valorisieren und das immense historisch-künstlerische Erbe einem breiten Publikum näher zu bringen.

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Rundschild

DIE KOLLEKTION

Eine Kollektion Capsule in limitierter Auflage, die sich an den renommierten, jedoch eher weniger bekannten Meisterwerken inspiriert, die sich an den ikonographischen Motiven einiger Werke aus dem siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts orientierten, die zur Sammlung der Galleria Palatina des Palazzo Pitti und dem Museo degli Argenti in Florenz und des Museo Poldi Pezzoli in Mailand gehören.

#OVSArtsOfItaly

The collection narrated by our spokespersons
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DER EVENT

14. Mai 2017

DER MARSCH FÜR NORCIA

Ein großes Kompliment an alle Teilnehmer und vielen Dank, dass Sie diesen wundervollen Tag der Solidarität mit uns gefeiert haben.

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OVS
ARTS
NEWS

OVS Arts of Italy non è soltanto un progetto che coniuga creativamente i linguaggi di arte e moda. Il suo obiettivo principale è infatti quello di avvicinare il patrimonio artistico italiano alla community OVS attraverso un racconto inedito. È per questo che nascono le OVS Art News: pillole di curiosità, aneddoti e spunti di approfondimento sull’arte italiana che permetteranno di riscoprire, valorizzare e apprezzare la straordinaria bellezza che è sotto i nostri occhi.

Tischplatte aus Pietra dura florentiner mosaiks

Die Kunst des "Florentiner Mosaiks" im italienischen Rinascimento war eines der prägenden Elemente in der Geschichte der dekorativen Künste in Europa. Als die Medici-Dynastie ihr Ende fand, führte auch das Haus Habsburg-Lothringen, das das Großherzogtum der Toskana übernahm, die glorreiche Manufaktur weiter und pflegte diese als kostbares Erbe, das ihre Häuser weiterhin mit renommierten und funkelnden Kreationen aus Pietra dura
belieferte.

Tischplatte aus Pietre dure mit florealen Motiven und Tauben

Im großen Repertoire der Gegenstände, die von den Steinmosaiken dargestellt werden, ist das naturalistische Thema der Blumen und Vogelfedern besonders häufig vertreten. Es stellt fast ein „unverwechselbares Logo“ der großherzoglichen Manufaktur dar. Das starke und lebendige naturalistische Interesse der Medici und ihrer Umgebung sowie die Leidenschaft für die "schönen Steine" bildeten in der Tat ein Leitmotiv für die unterschiedlichsten Einrichtungsgegenstände, die in den Florentiner Werkstätten hergestellt wurden.

Tischplatte aus Pietra dura

Mit der Erfindung der Technik des Florentiner Mosaiks entstand jene unübertroffene Fähigkeit der Mosaiken der Galleria Granducale, die durch die Präzision des Schnitts und der Montage des Steinstücke und die hohe Sensibilität für die Nuancender Steine zur Malerei mit Steinen wurde, den Betrachter mit einem Kunstwerk irrezuführen, das wie Malerei aussah, aber keine war.

Edelstein mit gravierter Dekoration

Die Medici zeigten auch öffentlich die Bedeutung der Kunst der Steingravur, indem sie durch die Werkstatt von Donatello vergrößerten Kopien der Gemmen anfertigen ließen, die sie für die wichtigsten hielten, und diese in den Rundbögen über den Kolonnaden des Innenhofs des Palastes in Via Larga anbrachten. Von den zwölf Medaillons zeigen in der Tat sieben mehr oder weniger getreue Abbildungen einiger berühmter Gemmen des italienischen
Rinascimento.

Edelstein auf Lapislazuli

Bereits im fünfzehnten Jahrhundert war die Kunst der Gravur von Steinen mit Kameen, Edelsteinen und gravierten Vasen auch in der Medici-Sammlung vertreten. Es war jedoch Ferdinand I., der im Jahre 1588 die Galleria dei Lavori gründete, der diese „Revolution“ von Geschmack und Technik ins Rollen brachte, die die Kreationen der Steinschneidekunst und der Auftrags-Grabsteine inspirierte.

Wasserkrug

Mit der Entwicklung der Sammelleidenschaft des Fürsten und der Erschaffung der “Wunderkammern”, in denen Elemente mit naturalistischem Charakter und künstliche Gegenstände eine fantastische Verbindung eingingen, bereicherten die Nautilus-Muscheln aus Perlmutt, wie die aus dem Museo degli Argenti in Florenz stammende, die berühmtesten Sammlungen der Höfe des Abendlandes.

Reste einer Pferde-Rüstung

In der lombardischen Kultur, insbesondere in Mailand, waren nicht nur die höheren Künste gut angesehen, sondern auch die Erzeugnisse aus den Werkstätten der Handwerker. Dies gilt vor allem für die Waffenschmiede – und dieses Werk ist ein Beispiel dafür – die gemeinsam mit anderen Handwerkern, die Eisen be- oder verarbeiteten, wie Schwertmacher, Hersteller von Zaumzeugen für Pferde, Hufschmiede, Messerschleifer und Uhrmacher für Jahrhunderte der Stolz der Städte waren.

Helm

Das Museo Poldi Pezzoli in Mailand besitzt eine riesige Sammlung antiker Waffen: wahre Kunstwerke der Goldschmiede, die die höchste Qualität zeigen, die im sechzehnten und im siebzehnten Jahrhundert bei der Bearbeitung des Metalls erreicht wurde. Stets neue Techniken und Verzierungen, die dazu bestimmt waren, das Erscheinungsbild des Kriegers und des Fürsten, d.h. der Kraft und der Macht, zu konstruieren.

Tischplatte aus Pietra dura

Die kunstvollen florentinischen Einlegearbeiten, echte Schmuckstücke aus den Manufakturen der Medici, sind
eigentlich viel früheren Ursprungs: die Erfindung dieser eindrucksvollen Mosaiken geht auf das antike Rom zurück, wo farbiger Marmor aus verschiedenen Regionen des Imperiums nach Art des Opus sectile zu vielfarbigen Intarsien verarbeitet wurde, die die Wände und Fußböden der Patriziersäle schmückten.

Rundschild

Der Waffensaal des Museo Poldi Pezzoli befand sich ursprünglich im ersten Stock, wo er auf äußerst theatralische Weise vom Bühnenbildner des Teatro alla Scala, Filippo Peroni, eingerichtet wurde. Nach den Bombardierungen im Jahre 1943 wurde der Saal zerstört und nachfolgend in das Erdgeschoss verlegt. Dort kann er heute noch in der innovativen Einrichtung des zeitgenössischen Künstlers Arnaldo Pomodoro bewundert werden.

Tischplatte aus Pietra dura

Der besondere Wert dieser Werke aus Pietra dura besteht auch darin, dass die Medici eine außergewöhnliche Sammlung dieser erlesenen „Rohstoffe“ anlegten, deren Suche sie fast bis ans „Ende der Welt“ führte:
Porphyr, seltene Marmorarten, Achate oder Lapislazuli, die aus Rom, Sizilien, Korsika, Böhmen und Deutschland, aber auch aus Persien und dem noch weiter östlich gelegenen Indien stammten, wie der transparente Chalcedon und der rote Achat aus Goa.

Edelstein auf Lapislazuli

Die Sammlung von Gemmen während der Frührenaissance ist einer der faszinierendsten Aspekte der Wiederentdeckung der Antike, deren Geschichte und Kunst genau aus den von Vasari beschriebenen Gründen als
Bezugspunkt dienten: „In die Edelsteine kann man jede Art von Motiv einarbeiten, weshalb sich Antike und Erinnerungen darin besser festhalten lassen als in jeder anderen Materie…“

Edelstein mit gravierter Dekoration

Die Gemmen-Sammlung der Medici wurde von Cosimo dem Älteren und seinem Sohn Piero „dem Gichtigen“ begonnen. Vor allem Letzterer räumte den Edelsteinarbeiten einen bedeutenden Platz in seinem berühmten Arbeitszimmer im Palazzo der Via Larga ein: eine echte Wunderkammer, in der neben Gemmen auch Münzen, Medaillen, Skulpturen, Schmuck, Vasen aus Edelstein und wertvolle Miniaturen-Kodizes aufbewahrt wurden.

Pferde-Helm

Der Pferde-Helm wird Pompeo della Cesa zugeschrieben, einem der bekanntesten und begabtesten Mailänder Rüstungsmacher des 16.Jh.s. Er arbeitete im Dienste zahlreicher italienischer und europäischer Höfe seiner Zeit, darunter auch für die Farnese und Savoyer. Dank der besonderen Machart seiner mit Treibarbeiten verzierten Rüstungen, die an den schillernden Stoffen der damaligen Zeit inspiriert waren, galt er als echter „Rüstungsdesigner“.

Tischplatte aus Pietra dura

Die herrlichen Kreationen aus den Werkstätten des „Opificio delle Pietre Dure“ wurden nach ihrer Fertigstellung an die bekanntesten italienischen und europäischen Fürstenhöfe verschickt. Heute befinden sich viele von ihnen in weltberühmten Museen, wie dem Louvre, dem Victoria and Albert Museum in London, dem Grünen Gewölbe in Dresden oder der Eremitage in Sankt Petersburg, wo man prächtige Exemplare der Florentiner Mosaiken bewundern kann.